Zusatzausbildung

Die Idee für eine regelmäßige Zusatzübung fiel unserem Kamerad Steffen Vieweg während seines Gruppenführer- Lehrgangs im Januar 2015 ein.

Sein Plan: eine zusätzliche Aus-/Weiterbildung alle 2 Wochen, an den Montagen, wo die reguläre Übung der Einsatzabteilung pausiert. Hierbei können alle Brandschützer teilnehmen, die entweder neu in der Feuerwehr sind, Kameraden die in naher Zukunft den Grundlehrgang besuchen werden oder derzeit an ihrer Truppmann 2- Ausbildung arbeiten. Natürlich sind bei Interesse auch alle anderen aktiven Feuerwehrleute eingeladen, an der Zusatzausbildung teilzunehmen.

Am 18. Mai 2015 fand die erste Ausbildungsstunde statt. Seitdem findet sie -außer in den Sommerferien- jeden zweiten Montag um 19:00 Uhr statt.

Verantwortlicher hierbei ist Steffen Vieweg selbst. Er wird jedoch abwechselnd von einigen Kameraden der Kernstadt- Wehr unterstützt.
Die Schwerpunkte der Zusatzausbildung liegen natürlich im Bereich dessen, was am meisten gefordert wird aber auch Themen, welche aufgrund des Umfangs der feuerwehrtechnischen Aufgaben etwas kürzer kommt.

Während der letzten Übungsabende war das Thema „Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen“, kurz: „THVU“ , an der Reihe.
Die Firma Kran Burgard, welche bereits lange Jahre mit der FFW Butzbach zusammenarbeitet, stellt immer wieder Schrott- Autos zur Verfügung, an welchen die Brandschützer mit hydraulischem Rettungsgerät die Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen realitätsnah üben können.

Das Stabilisieren des Fahrzeuges ist ebenso wichtig, wie der schnellstmögliche Einsatz des Spreizers und der Schere, um eine Rettungsöffnung zu schaffen. Auch das wird am Fahrzeug geübt, dazu wird es auch schon mal auf die Seite oder das Dach gedreht, um mögliche Szenarien nachzustellen.
Diese Zusatzausbildung zeigt, dass Butzbachs Feuerwehrleute bereit sind, immer ein bisschen mehr zu tun, um besser zu werden.

FFW: Steffen, wie siehst du selbst die Zusatzausbildung?
Steffen: Ich finde es nach wie vor gut, weil ich selbst dabei auch immer wieder dazu lerne. In einer kleineren Gruppe kann man wesentlich intensiver in bestimmte Themen einsteigen, als das bei den regulären Übungen möglich ist

FFW: Bist du mit der Annahme durch die Kameraden zufrieden?
Steffen: Die Beteiligung dürfte gerne noch stärker ausfallen. Wenn nur drei-vier Leute da sind, wird ein Übungsbetrieb schwierig. Aber gerade in der letzten Zeit waren die Zusatzausbildungen gut besucht. Ich würde mir wünschen, dass auch noch mehr „alte Hasen“ hin und wieder ihr Knowhow an uns weitergeben, sie wie Icke das in den letzten Wochen gemacht hat.

FFW: Was sind deine Ziele bei der Zusatzausbildung?
Steffen: Ursprünglich war mein Ziel, den jüngeren Kameraden die Gelegenheit zu geben, ausführlicher zu üben und natürlich auch die Themen im Dienstbuch abzuarbeiten. Mein Hauptziel ist immer noch, solche Themen zu üben, die bei den regulären Übungen zu kurz kommen, wie z.B. „tragbare Leitern“ oder Knoten und Stiche. Aber ich kann ja auch nicht jede Woche das Gleiche machen, deshalb nehme ich gern Anregungen und Wünsche der Mannschaft auf und versuche diese umzusetzen.

FFW: Danke, Steffen für die Beantwortung der Fragen und danke, dass du ebenfalls, wie alle unsere Kameraden, Deine Freizeit für die Sicherheit gibst.
Steffen: Gerne 🙂