Spurgröße H0 oder theoretische Führungsausbildung

Nicht alle Einsatzlagen lassen sich in der Praxis üben. Zum Beispiel LKW- oder auch Bahnunfälle lassen sich schwierig als praktisches Übungsszenario herstellen.

Doch wie schult man die Führungskräfte, die bei allen Einsatzlagen, besonders bei größeren oder komplexen, die richtige Taktik anwenden sollten, um in minutenschnelle Befehle an die Einsatzkräfte geben zu können, die die Gefahr von Mensch, Tier und Umwelt bestmöglich beseitigen?

Hierzu hat die Feuerwehr die Möglichkeit der sogenannten „Planübung“. Die auf der Hessischen Landesfeuerwehrschule angewendete Art der Übung haben sich auch die Butzbacher zu Nutze gemacht und in Eigenarbeit eine Platte mit Straßen erstellt. Es gibt Bäume, Häuser und sogar einen Bahnhof mit entsprechender Bahnlinie.

Im Maßstab 1:87 können alle denkbaren Szenarien hergestellt werden. Vom einfachen Verkehrsunfall bis hin zum Flugzeugabsturz ist alle möglich. Der Ausbilder steht der jeweilig verantwortlichen Führungskraft Rede und Antwort zum jeweiligen Einsatzgeschehen.

„Wie ist die Windrichtung“, „sehe ich verletzte Menschen“, „sind noch Personen im Gebäude“, „befördert der verunfallte LKW Gefahrgut“- nur ein paar Fragen, die im Rahmen der Lageerkundung geklärt werden müssen. Der gesamte Ablauf, angefangen bei der Lageerkundung, über Gefahrenüberblick bis hin zur Befehlsgebung wird alles durchgespielt.

Am Ende dann die Manöverkritik: wurde alles beachtet, wurde die richtige Taktik angewendet, was hätte besser laufen können, was lief optimal- alles wird besprochen, um die Führungskräfte für den nächsten Einsatz weiter zu sensibilisieren, an alles zu denken und Fehler auszuschließen.