Notfalltraining „Erste Hilfe“ für die Feuerwehr

Am vergangenen Samstag wurde den Einsatzkräften ein „Erste-Hilfe“ Notfallkurs bei der FF Butzbach angeboten.

16 Teilnehmer aus der Kernstadt und den Ortsteilen nahmen diese Möglichkeit wahr und erlebten ein großartiges Notfalltraining, welches professionell und realitätsnah ausgearbeitet worden war.

Die Feuerwehr Butzbach kann personell auf ausgebildete Rettungsdienstler, aber auch auf speziell geschulte Feuerwehrsanitäter zugreifen. Das macht die Hilfe der Brandschützer wertvoller, denn so werden wichtige Maßnahmen bereits getroffen, an die der Rettungsdienst nahtlos anknüpfen kann. Das bringt unter Umständen wichtige Sekunden oder Minuten bei der Lebensrettung.

An 4 Stationen wurden Situationen dargestellt, wie sie dem Feuerwehrmann*frau jederzeit begegnen können. Da es passieren kann, dass die Feuerwehr als ersteintreffende Kraft am Einsatzort ankommt, übernehmen sie im Bedarfsfall die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, bis der Rettungsdienst eintrifft, aber auch darüber hinaus in unterstützender Form.

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung war eine Station. Hier wurde das Wissen aufgefrischt und natürlich „beatmet und gedrückt“, auch eine Kinder-/Babypuppe zum beatmen war mit am Start. Es wurde nochmal deutlich klar: „nur wer nichts tut, macht Fehler“.

Eine weitere Station war „besondere Notfälle“. Verletzungen durch Gefahrstoffe, Krankheiten die durch Hitze/ Kälte entstehen, aber auch Schlaganfall und Herzinfarkt wurden besprochen.

An die frische Januarluft nach draußen ging es zum Thema „Retten aus Höhen und Tiefen“. Auch hier gab es einiges zu beachten. Es wurden die verschiedenen Rettungsmöglichkeiten ausprobiert, welche der Feuerwehr Butzbach zur Verfügung stehen. Hier war auch das Feuerwehrwissen vonnöten, um die Situation zu bewältigen. Gerade bei Einsätzen in den engen Häusern der Altstadt ist die richtige Wahl des Rettungsmittels enorm wichtig. Doch auch der Umgang mit selbigem muss reibungslos funktionieren.

Die letzte Station war ein gestellter Autounfall. Hierzu hatte man extra einen Unfallwagen organisiert, das Dach abgenommen und in die etwas wärmere Fahrzeughalle gebracht. Die Beurteilung des Patienten im verunfallten Fahrzeug ist entscheidend für die Art der Rettung: ist der Patient kreislaufstabil, kann man ihn „schonend“ (dennoch zügig) retten. Besteht die Gefahr des Kollapses, muss er sofort aus dem Fahrzeug heraus, schnellstmöglich.

Der Tag war sehr spannend, informativ und jeder hat sicher etwas für solche Notfälle in der Praxis „mitgenommen“. Damit keiner an diesem Tag zum Notfall wurde, war die Einsatzkleidung Pflicht (Stichwort: Unfallverhütung und Eigenschutz). Natürlich gab es auch Verpflegung: ein leckeres Frühstücksbuffet und mittags orderte man kurzerhand Pizza.

Die teilnehmenden Kameraden bedanken sich herzlich bei den Ausbildern vom Deutschen Roten Kreuz, die ihren freien Tag „geopfert“ haben, um die Feuerwehrleute zu schulen. Es war ein unvergesslicher Tag und eine großartige Möglichkeit, das Wissen aufzufrischen und aufzubessern.

Danke!