Nachbarschaftshelfer besuchen Feuerwehr

Einen freundlichen Besuch erhielt am vergangenen Dienstag die Butzbacher Kernstadtwehr von der Nachbarschaftshilfe Butzbach e.V. am Stützpunkt.

Beide Institutionen haben eine gemeinsame wichtige Aufgabe in der Kommune: anderen helfen. Getreu dem Motto „es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ trafen sich 17 interessierte und bestens gelaunte Nachbarschaftshelfer pünktlich am Stützpunkt der Feuerwehr ein.

Ralf Kaufmann- Schmalz und Andrea Bergens begrüßten die Anwesenden und es ging direkt los, wie es bei der Feuerwehr üblich ist.

Einem Einsatzablauf nachempfunden, begann Ralf mit der Zentrale, deren Funktion(en) und erklärte die Aufgaben, die hier während eines Einsatzes anfallen und zu bearbeiten sind.

Weiter ging es in die Umkleide, wo Andrea das schnelle Umziehen erklärte und die verschiedenen Einsatzkleidungen zeigte. Hier wird unterschieden zwischen spezieller Brandschutzkleidung (Nomex) und der Schutzkleidung für  die (technische) Hilfeleistungseinsätze, wie z.B. Verkehrsunfälle.

In der Fahrzeughalle angekommen, wurde von Ralf zunächst der Einsatzleitwagen vorgestellt. Kommunikation zwischen Einsatzstelle und Leitstelle, Koordination und eventuell Anforderung weiterer Kräfte- das ist nur ein Teil, was mit der Ausstattung dieses Fahrzeuges gehandelt werden kann.

Da im Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug eine ähnliche Ausstattung wie im Löschgruppenfahrzeug verlastet ist, entschied sich Andrea den Besuchern, das „HLF 20/16“ näher vorzustellen.

Zunächst wurden die technischen Hilfsmittel zum Thema „Schneiden, Spreizen, Heben und Öffnen“ gezeigt. Schere und Spreizer, welche bei einem Verkehrsunfall zum Einsatz kommen, Hebekissen in verschiedenen Größen, Hydraulikstempel zum „aufspreizen/ wegdrücken“, Türöffnungswerkzeuge und das vielseitig einsetzbare Halligan Tool wurden vorgestellt.

Auch die anderen Gerätefächer wurden nach und nach geöffnet und die darin befindlichen Werkzeuge, Utensilien und Anwendungsbeispiele erklärt.

Was noch so alles im Mannschaftsraum vorhanden ist, erstaunte den einen oder anderen. Auch die Tatsache, dass jeder Feuerwehrmann*frau weiß, wer was zu tun hat oder wo jedes einzelne Teil im Fahrzeug zu finden ist. Die Feuerwehr hat alles, außer Zeit und so erklärte Andrea, dass alles seinen festen Platz hat, um im Einsatzfall die wertvolle Zeit (und seien es Sekunden) nicht noch mit Suchen der Gerätschaften verschwendet wird.

Die Wärmebildkamera faszinierte, auch die Tatsache, dass sie ihre Grenze bereits an einer Glastür findet, wo sich lediglich der Kameramann*frau spiegelt, anstatt eine dahinter liegende Person darstellt. Deswegen suchen die Feuerwehrleute trotzdem die Räume akribisch ab um sicher zu stellen, dass man keine Glastür vor sich hat, wo man evtl. jemanden „übersehen“ könnte.

Die Zeit verging wie im Flug, erfreulich viele Fragen wurden gestellt und für beide Seiten war eines ganz klar: es war ein toller Abend mit reichlich Informationen. Um ein bisschen Feuerwehrwissen schlauer gingen 17 Nachbarschafthelfer nach Hause und auch die beiden Brandschützer hatten viel Spaß mit der Besuchergruppe und luden sie ein, „gerne mal wieder zu kommen.“

Text: FF Butzbach/ Bilder mit freundlicher Genehmigung: Peter Ruppel und Hans Bayer