Jugendfeuerwehr war Feuer und Flamme…

… am vergangenen Dienstag. Doch warum?

Im Rahmen eines Übungsabends bei der Jugendfeuerwehr der Kernstadt stand das Thema „Brennen und Löschen“ auf dem Plan. Für dieses Thema  konnte Kreisausbilder Dieter Nicolai (Gambach) gewonnen werden, der dieses Gebiet der Feuerwehr mit großer Freude und sehr interessant rüberbringt.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Jugendwartin Andrea Bergens und Dieter Nicolai wurde auch zugleich gestartet. In einer kleinen Fragerunde, in die auch die JF – Mitglieder mit einbezogen wurden, musste zunächst geklärt werden, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit es überhaupt brennt,  nämlich der brennbare Stoff, die Zündenergie und Luft. Nachdem das geklärt war, wurde mit dem Wissen der Jugendfeuerwehrmitglieder die einzelnen Brandklassen ermittelt.

In vielen Demonstrationen, welche Löschmittel bei den einzelnen Brandklassen zur Anwendung kommen, wurde innerhalb der Versuchsreihe u.a. auch eine Fettbrandexplosion gezeigt. Auch wurde zu der „unteren Explosionsgrenze“ (UEG) und „oberen Explosionsgrenze“ (OEG) Versuche gestartet, was bei den Jugendlichen gut ankam.

Sogar „Löschschaum“ stellte Dieter mit einer improvisierten Variante her und löschte damit sicher die vorher entzündete Flüssigkeit ab.

Der Fettbrand durfte selbstverständlich nicht fehlen. Besonders imponierend war, dass es sich um eine sehr kleine Menge brennendes Fett handelte, exakt die Schale eines kleinen Teelichtes. Ebenso die Menge an Wasser war relativ wenig. Die Reaktion allerdings umso gewaltiger. Es wurde jedem im Raum klar, was es bedeutet, einen Topf oder gar eine Fritteuse mit brennendem Fett mit Wasser zu löschen- die Wirkung ist verheerend.

Das brennende Metall, in diesem Fall Magnesium, brannte mit einer sehr hellen Flamme ab und einige wussten, dass z.B. die Polizei Magnesiumfackeln verwendet, um den Verkehr zu warnen, beispielsweise nach einem Unfall. Doch auch hier darf auf keinen Fall Wasser verwendet werden. Ebenso nasser Sand wäre eine schlechte Entscheidung. Hierfür wird ein Pulverlöscher benutzt, oder trockener Sand.

Für den Höhepunkt des Abends hatte sich Dieter Nicolai entschieden, den Versuch der noch offen blieb- nämlich was passiert, wenn man ein explosionsfähiges Gemisch entzündet-  im Hof des Feuerwehr Stützpunktes zu demonstrieren. Mit einem ohrenbetäubenden Knall brachte dieser einen mit Gas befüllten Luftballon unter zur Hilfe genommenen Fernzünder zum Platzen.

Das hinterließ einen bleibenden Eindruck! Alle waren begeistert und hatten aufmerksam zugehört und auch mitgemacht.

Die Nachwuchsbrandschützer und Betreuer bedanken sich nochmals herzlich bei Dieter Nicolai, der den Unterricht sehr spannend gestaltet und wieder beeindruckend aufgezeigt hat, wie wichtig es ist, im Brandfall zu wissen, was zu tun ist und vor allem, dass man das richtige Löschmittel verwendet.

 

 

 

 

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