Hurra, die Schule brennt…

Was in den Augen der Schüler zunächst gar nicht so schlimm wäre, kann im Ernstfall eine echte Herausforderung werden. Erst recht, wenn der Alarm während des Schulbetriebs los geht.

Um den Lehrern und Schülern den Fluchtweg und Sammelplatz zu verinnerlichen, wurde am vergangenen Mittwoch in der Stadtschule eine Evakuierungs- und Feuerwehrübung durchgeführt.

Um 08:50 Uhr ertönte lautstark der Alarm und in für die Feuerwehr zufriedenstellenden Zeit kamen die Schüler mit ihren Lehrern aus dem Gebäude. „Das ging gut organisiert, ruhig und zügig voran“, so ein Übungsbeobachter. Auf dem Schulhof versammelten sich alle klassenweise und mit Namenslisten wurde die Vollständigkeit der Schüler kontrolliert und festgehalten.

Doch aus 3 Klassen fehlten insgesamt 5 Schüler. Zum Glück kam die Feuerwehr ca. 4 Minuten nach Alarmierung auf den Schulhof gefahren. Zuerst der Einsatzleitwagen. Es folgte das Hilfeleistungslöschfahrzeug und die Drehleiter.

Während die Besatzung des HLF sich mit Atemschutz ausrüstete und erste Schlauchleitungen verlegte, wurde an einem anderen Gebäude die Drehleiter in Stellung gebracht. Denn mittlerweile machten sich zwei der fünf Vermissten am Fenster im 2. Obergeschoss bemerkbar.

Sie wurden unmittelbar durch die Besatzung der Drehleiter mit selbiger gerettet. Ein Trupp ging im vorderen Gebäudeteil auf die Suche und fand einen bewusstlosen Schüler im Flur liegend (hier handelte es sich um eine Puppe). Ein weiterer Trupp durchsuchte das hintere Gebäude und konnte einen Schüler mit dem Tragetuch retten und eine weitere Schülerin hinausbringen.

So waren nach rund 15 Minuten nach Alarmierung alle Schüler evakuiert und die Vermissten gerettet. Das imaginäre Feuer wurde ebenfalls gelöscht.

Nach Abschluss der Übung wurden noch kleine Verbesserungsvorschläge auf beiden Seiten besprochen, aber insgesamt war es eine lehrreiche und sehr zufriedenstellende Übung für alle Beteiligten.