Nov 15

Großübung der Jugendfeuerwehr in Gambach

Die Jugendfeuerwehr Gambach führte am vergangenen Samstag eine Großübung durch.

Wie auch im vergangenen Jahr wurde die Jugendfeuerwehr Butzbach vom Jugendwart der Gambacher Nachwuchsbrandschützer, Christian Mohr, zu dieser Übung eingeladen und ebenfalls wie im Jahr zuvor wurde die Einladung gerne angenommen.

Mit 10 Jugendfeuerwehr- Mitgliedern waren die Butzbacher aus der Kernstadt nach Gambach gefahren, um sich vorerst am sogenannten Bereitstellungsplatz einzufinden.

Am Bereitstellungsplatz waren schon andere Jugendfeuerwehren bereit, um auf die Abberufung zur eigentlichen Einsatzstelle zu warten.
Um 15:00 Uhr war es endlich soweit- die Butzbacher Jugendfeuerwehr wurde zum Einsatzort in die Bahnhofstrasse beordert, mit der Anweisung, sich beim Abschnittsleiter „Brandbekämpfung“ zu melden.

Mit Blaulicht und Martinshorn brachte Jugendwart Andi Arendt im Löschgruppenfahrzeug und Betreuer Fabian Goedert im TSF die schon ein wenig aufgeregten Brandschützer von Morgen an die Einsatzstelle.

Dort angekommen erhielt unser Gruppenführer  die genaue Lagemeldung:
im dortigen Schützenhaus war es zu einem Brand gekommen und es wurden insgesamt 4 Leute vermisst. Der JFW Butzbach fiel zum einen die Aufgabe der Brandbekämpfung vom Äußeren des Gebäudes, sowie die Aufgabe der Menschenrettung zu. Hierfür sollte laut Abschnittsleiter ein Trupp unter Atemschutz eingesetzt werden.

Während der Angriffstrupp, mit Atemschutz (im JFW- Fall eine Styropor „Flasche“) ausgerüstet ins Gebäude zur Menschenrettung vorrückte, stellte der Wassertrupp die Wasserversorgung her und der Schlauchtrupp begann mit Verlegung der Schlauchleitungen. Zum Außenangriff hatte die JFW Butzbach zwei Trupps zur Verfügung.

Da rund um das Schützenhaus (angenommen) keine Hydranten vorhanden waren, die Wetter aber in unmittelbarer Nähe entlang fließt, entschied man sich für die Wasserentnahmestelle „offenes Gewässer“ der Wetter. Der Wassertrupp der Butzbacher stellte jedoch „nur“ die Wasserversorgung ab dem Löschfahrzeug her. Der Aufbau der Wasserentnahme erfolgte durch andere Jugendfeuerwehren.
Alles lief recht gut zusammen, sodass der Butzbacher Wassertrupp und Schlauchtrupp schnell „Wasser am Strahlrohr“ hatten und mit der Brandbekämpfung beginnen konnten.

Hier merkten die „Jüngeren“ erst einmal so richtig, wie viel Power ein Strahlrohr unter Druck hat. So musste man schon zu dritt das Strahlrohr halten, um das Wasser aus dem Strahlrohr gezielt auf die Brandstelle zu richten.

Dann wurde es nochmal „brenzlig“, als ein „Atemschutz-Notfall“ eintrat- das bedeutet, dass ein- oder mehrere Atemschutzgeräteträger ein Problem mit der Atemluft hat/haben, weil evtl. das Gerät defekt, nicht korrekt angelegt oder einfach „die Luft raus“ ist. Die Rettung des, bzw. der Kameraden hat dann sofortige Priorität.

Nachdem aber auch dieser „Notfall“ souverän abgearbeitet, alle Personen gerettet und das Feuer gelöscht wurde, gab der Verantwortliche das Kommando „Übungsende“ und die Kids und Jugendlichen begannen mit dem Aufräumen der Geräte und dem Aufrollen der Schläuche.
Im Anschluss ging es dann ins Gerätehaus der FFW Gambach, wo man gemeinsam bei Pommes, Würstchen und Cola die Übung ausklingen ließ.

Bürgermeister Zeiss und Wehrführer Alexander Weber sprachen ein paar Worte und auch Jugendwart Christian Mohr bedankte sich bei allen teilnehmenden Jugendfeuerwehren, nämlich den Jugendfeuerwehren aus:
– Gambach
– Münzenberg
– Ober Hörgern
– Trais Münzenberg
– Eberstadt
– Rockenberg
– Griedel
– Butzbach

Am Stützpunkt in Butzbach zurück, wurden die nassen Schläuche getauscht, das Löschfahrzeug gereinigt und wieder mit Wasser befüllt und alle benutzten Gegenstände an ihrem Platz zurückgelegt, sodass das Fahrzeug für den nächsten Ernstfall, der jederzeit eintreten kann, einsatzbereit ist.

Die Jugendfeuerwehr Butzbach bedankt sich bei der JFW Gambach für die Einladung zur Teilnahme an der Großübung und bescheinigt den Organisatoren einen einwandfreien, gut ausgearbeiteten Übungsablauf, der allen Beteiligten riesen Spaß gemacht hat.