Feuer in landwirtschaftlich genutzter Halle

Eine groß angelegte Übung startete am Montag mit diesem Einsatzstichwort. Die Übung wurde geplant vom stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Litwin und dem stellvertretenden Butzbacher Wehrführer Marcel Neuhäuser.

Die angenommene Lage war, dass der Leitstelle Wetterau ein Feuer in einer am Ortsrand von Nieder-Weisel gelegenen, landwirtschaftlich genutzten Halle gemeldet wurde.

Die Nieder-Weiseler Brandschützer und das Tanklöschfahrzeug der Kernstadtwehr trafen wenige Minuten nach der Alarmierung gemeinsam mit dem Einsatzleiter vom Dienst (EvD) an der gemeldeten Einsatzstelle ein.

In der Halle war ein Feuer ausgebrochen. Da dort auch noch Personen vermisst wurden, wurde seitens des EvD (Einsatzleiter vom Dienst) das Alarmstichwort erhöht, denn nun handelte es sich um ein Feuer mit Menschenleben in Gefahr. Daraufhin wurde die Wehr aus Hoch Weisel sowie weitere Kräfte aus der Kernstadt nachalarmiert.

Mehrere unter Atemschutz vorgehende Trupps wurden in die Halle geschickt, um die Personen zu suchen. Erschwert wurde das Vorgehen der Atemschutztrupps dadurch, dass die gesamte Halle mit Rauch vernebelt und mit vielen landwirtschaftlichen Fahrzeugen zugestellt war, wie es eben im Realfall auch wäre.

Während die Personensuche im Inneren des Gebäudes lief, wurde ein umfassender Löschangriff mit mehreren Rohren im Außenbereich aufgenommen.

Die parallel zum Einsatz laufende Suche nach einem Hydranten gestaltete sich etwas schwierig – hier konnte Dank eines ansässigen Landwirts, der gerade in seiner Halle beschäftigt war, nach anfänglicher Suche mit der Schippe Erfolg vermeldet werden. Der Landwirt holte spontan seinen Traktor und grub wortwörtlich den Unterflurhydrant frei. Dieser lag ca. 5-10 cm unter der Grasnarbe und war nur Dank der unkomplizierten Hilfe des Landwirts benutzbar zu machen.

Neben den eingesetzten Gruppenführern der eintreffenden Löschfahrzeuge wurden seitens der Einsatzleitung noch zwei Abschnittsleiter eingesetzt. Das benötigte Löschwasser wurde von einer nahegelegenen Zisterne entnommen. An den Löschmaßnahmen war auch die Drehleiter der Kernstadtwehr beteiligt. Insgesamt waren 9 Fahrzeuge der Wehr aus der Kernstadt, Hoch-Weisel und Nieder-Weisel mit ca.50 Einsatzkräften in die Übung eingebunden.

Nach dem Übungsende erläuterte der Hallenbesitzer den ehrenamtlichen Brandschützern einige interessante und für einen (hoffentlich nie eintretenden Brandfall) wichtige Details zu dem Gebäude.

Übungsleiter Andreas Litwin zeigte sich sehr zufrieden über den Verlauf der Übung und den daraus entstandenen Erfahrungen für zukünftige Einsätze. Besonderen Dank richtete er an die Familie Haub für die zur Verfügung gestellten Halle.

Bei Gegrilltem und kühlen Getränken lief der Abend gemütlich aus, bevor alle Kräfte die Fahrt zum eigenen Gerätehaus antraten und dort die Autos für den nächsten Einsatz wieder aufgerüstet haben.