Felixkinder der Pusteblume bei der Feuerwehr

Am letzten Freitag bekam die Feuerwehr der Kernstadt Besuch von den Felixkindern aus der Kindertagesstätte Pusteblume. Manu Schneider hatte in der vorangegangenen Woche die Brandschutzerziehung in Theorie und kleiner Praxis durchgeführt und nun wollten die Kinder mit eigenen Augen sehen, was die Feuerwehr zu bieten hat.

30 Kinder waren recht schnell noch vor der Ankunft am Stützpunkt zu hören. Neben Manu Schneider warteten noch Sascha, Niklas  und Andrea auf die Bald-Schulkinder, um ihnen den Stützpunkt und die Feuerwehrarbeit näher zu bringen.

Nach der Begrüßung wurde erst mal kräftig gefrühstückt und währenddessen konnten die Kids die Feuerwehr „ausrücken“ sehen, denn eine Alarmierung machte es nötig, dass die Feuerwehrautos – ausnahmsweise schon mit Tatütata auf dem Hof – den Stützpunkt Richtung Einsatzstelle verließen.

Nachdem wenig später noch ein Einsatz rein kam, mussten die vor Tatendrang und Wissbegier fast platzenden Kinder nochmals im Unterrichtsraum warten, bis die großen Fahrzeuge vom Hof waren.

Nun ging es aber endlich zur Sache. Löschen stand als erste Aufgabe auf dem Plan. Angesichts der erhöhten Brandgefahr derzeit machte es dem Unkraut hinter dem Stützpunkt sicher nichts aus, ordentlich „gelöscht“ zu werden. Die Kids hatten sichtlich Spaß und wollten gar nicht mehr das Strahlrohr hergeben.

Sascha hatte in der Zwischenzeit das Löschfahrzeug aus der Halle gefahren. Andrea und Sascha erklärten, was die Aufgaben der Feuerwehr sind, obwohl die Kinder schon sehr viel selbst wussten, so konnte es direkt mit den Gerätschaften weitergehen. Die Schere im Kindergarten schneidet nur Papier, doch die Feuerwehrschere schneidet ganze Autos auseinander, das war schon beeindruckend. Auch das Gewicht der Atemschutzflasche überraschte nicht nur die Kleinen, sondern auch die Erzieher*innen.

Doch was dann kam, war fast schon rekordverdächtig: 30 Kinder passten in das Löschfahrzeug hinein! Gut, manche mussten stehen und es war zugegebener maßen recht eng, aber: alle Kinder waren im Löschfahrzeug!

Nach dem die Kids sicher aus dem Auto geklettert waren, wurde ein großer Kreis gebildet. „Wer ist der schnellste im Kindergarten“ war nun die Frage. „Guiseppe“ war die einstimmige Meinung und er war mutig genug, sich die Brandschutzkleidung so schnell wie möglich anzuziehen. Erste Schätzungen der Kiga-Kinder lagen bei etwa einer Stunde, die der Feuerwehrmann zum Anziehen braucht. Doch Andrea konnte die Kinder beruhigen, dass die Feuerwehrleute viel schneller sind, etwa 10 Sekunden, denn schließlich heißt es nicht umsonst „schnell wie die Feuerwehr“ und wenn einer Hilfe braucht, muss es schnell gehen. Also zählten alle bis 10 und waren erstaunt, wie schnell das doch ist.

Doch genug der Worte, nun kam Guiseppes großer Moment: er zog sich so schnell wie möglich an und machte das sehr gut: Hose, Jacke, Handschuhe und Helm- puh, da war es ihm plötzlich sehr warm. Dorie war so mutig, den Mädels-Teil zu übernehmen und stand ihrem Kollegen Guiseppe in nichts nach- auch sie war sehr flott fertig angezogen und auch ihr war sehr schnell ziemlich warm.

Aber Moment, wer sagte da „das ist aber langsam“? Der Erzieher Patrick! Da musste er natürlich auch beweisen, dass er viel schneller ist als die beiden Kids! Unter lauten Anfeuerungsrufen beeilte sich Patrick , die Feuerwehrkleidung schnell anzuziehen, doch so viel schneller als die beiden Mutigen zuvor war er nicht, oder?!

Dann war ein spannender Vormittag auch schon wieder vorbei und die Kids traten den Heimweg mit ihren Erziehern an, wenn auch manche gerne noch geblieben wären.

Die Feuerwehr Butzbach um Brandschutzerzieherin Manuela Schneider freut sich immer über solche Besuche. Dass schon die Kleinsten im richtigen Verhalten bei einem Notfall unterrichtet werden, ist sehr wichtig.

 

Text und Bilder: FF Butzbach

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