Okt 10

Erfolgreicher Tag für die Jugendfeuerwehr!

Ein absolut gelungener Tag geht für die Jugendfeuerwehr der Kernstadt Butzbach zu Ende. Bei der diesjährigen Stadtmeisterschaft errang sie den…. – nicht so schnell… der Tag fing ja ganz anders an!

Los ging es am Gerätehaus der Nieder Weiseler Feuerwehr. Hier sollten heute, am 10.10.2015 die Stadtmeisterschaft, welche im Juli aufgrund der Hitze verschoben wurde, stattfinden. Dazu später mehr, denn…

… zuvor stand die Abnahme der „Jugendflamme 1“ auf dem Programm. 6 Kinder, darunter 3 aus der Kernstadt, waren schon um 09:00 Uhr vor Ort, um sich die erste Auszeichnungsstufe der Jugendfeuerwehr zu erkämpfen. Als zu lösende Aufgaben sieht das Regelwerk vor, dass die Jugendflamme Stufe 1 als Einzelwertung stattfindet. Das bedeutet, dass jede(r) Teilnehmer/in wissen muss, wie man einen Notruf absetzt (die 5 „W’s“), 3 Knoten aus dem Feuerwehrgebrauch können muss und drei einfache feuerwehrtechnische Aufgaben erledigen muss, wie etwa einen Schlauch ausrollen.

Mit Bravour bestanden alle 6 Prüflinge diese Aufgaben und bekamen bei der gemeinsamen Siegerehrung nach der Stadtmeisterschaft das Abzeichen überreicht.

Dann ging es aber endlich los. Um 11:45 Uhr startete die Stadtmeisterschaft. SBI Michael Tiedemann war heuer die „Glücksfee“ und entschied per Los, ob bei der feuerwehrtechnischen Übung ein „Unterflurhydrant“ oder aber „offenes Gewässer“ als Wasserentnahmestelle dient. Zur Freude einiger und Leid anderer zog Michael Tiedemann „offenes Gewässer“.

Insgesamt 4 Stationen gab es bestehen: Hindernislauf, Schlauchstafette, Fragebogen und die feuerwehrtechnische Übung nach der Feuerwehr Dienstvorschrift 3 (FwDV3)

Butzbachs Nachwuchs trat mit einer Staffel, bestehend aus Staffelführer, Maschinist, Angriffstrupp und Wassertrupp an. Hatte man bis vor 3 Wochen noch mit einer Gruppe (9 statt 6 Mann/Frau) trainiert, musste man aufgrund von 2 kurzfristen Absagen umstellen und in der kurzen Zeit bis zur Stadtmeisterschaft als Staffel umbauen.

Die Kids der JFW Butzbach, welche erst in diesem Jahr zur Jugendfeuerwehr gekommen sind und nächstes Jahr die Staffel zu einer schlagkräftigen Gruppe aufstocken werden, waren gekommen, um die Staffel anzufeuern und zu unterstützen.

Mit dem Hindernislauf begann die JFW Butzbach ihren Wettkampf. Gemäß dem Sprichwort „aller Anfang ist schwer“ lief die erste Herausforderung nicht ganz optimal. So kamen der ein oder andere Fehlerpunkt zusammen, etwa weil das Staffelholz nicht auf dem Handschuh, sondern daneben abgelegt wurde oder der Leinensack sein Ziel nicht erreichte. Aber Regeln sind nun mal Regeln.

Bei der Schlauchstafette lief es bedeutend besser- mit einer super Zeit (37 Sekunden), null Fehlern und Bestnote beim Gesamteindruck der Staffel waren die Jugendlichen vollends für den Fragebogen motiviert, der als nächstes auf dem Plan stand.

30 Fragen rund um die Feuerwehr mussten natürlich (bestmöglichst) alle korrekt beantwortet werden.
Schlauchlängen, Durchflussmengen, Arten von Feuerwehrfahrzeugen usw. – klingt nach viel Theorie, ist es auch, gehört aber auch zur feuerwehrtechnischen Ausbildung und ist ebenfalls neben der Praxis ein nicht zu verachtendes Lernziel.

Nach dem Mittagessen -ohne Mampf keinen Kampf- ging es mit der letzten Station für die Butzbacher weiter: der FwDV3.

Sichtlich aufgeregt wurde der Übungsaufbau der vorherigen Gruppe abgebaut- Schläuche eingerollt, Lampen und Strahlrohre eingesammelt, etc. um alles an den Ablageplatz zu verbringen und dort in die Reihenfolge zu legen, wie man am besten danach greift, um optimal zu arbeiten.

Nach einer kurzen Ansprache der Wertungsrichter (wie an den anderen 3 Stationen zuvor auch) stellte sich die Staffel auf und erhielt vom Staffelführer den Auftrag.

Schon ging es in rasantem Tempo los. Saugschläuche holen, zurechtlegen, kuppeln, Leinen drum- zack ins „offene Gewässer“, in heutigem Fall: ein rot markiertes Feld auf der Wiese.

Der Angriffstrupp ünterstützte den Wassertrupp und stieg anschließend über die Leiterwand vor, zum befohlenen 1. Brandabschnitt. Da in einer Staffel der Schlauchtrupp entfällt, setzt der Angriffstrupp den Verteiler und verlegt seine Wasserleitung ab dem Verteiler bis zum Strahlrohr selbst.

Der Wassertrupp verlegte dann die Schlauchleitung von der Pumpe bis zum Verteiler und schließlich vom Verteiler zum 2. Brandabschnitt.

Nach den Befehlen „Wasser halt“ beider Trupps müssen die 4 Brandschutzlehrlinge noch 4 verschiedene Knoten ausführen und erst dann gibt der Staffelführer „Übung Ende“.

Auch hier gab es keine gravierenden Fehler, Kleinigkeiten, die dennoch gewertet werden müssen, um die Ausführung der Übung vorschriftsmäßig zu absolvieren.

Jetzt war erst mal durchatmen angesagt. Alle Übungen waren absolviert und nun wartete man gespannt auf das Ergebnis.

Marco Reis, Kreisjugendfeuerwehrwart, war angereist um der JFW Nieder Weisel zum 40-jährigen Bestehen zu gratulieren und um Thomas Marx II, Jugendwart in Nieder Weisel, die Floriansmedaille in Silber für 25 Jahre JFW Nieder Weisel zu überreichen.

Das trieb die Spannung ins fast Unermessliche. Nach Grussworten von SBI Tiedemann, Marco Reis und Norbert Gonter, der Bürgermeister Merle vertrat, ging es erst mal an die Überreichung des Jugendflamme 1 Abzeichens.

Danach machte es Stadtjugendwart Benjamin Grießl nochmals spannend, begann dann aber endlich mit der Siegerehrung.

Grießl begann mit Ehrung der besten Fragebögen, welche von den Jugendwarten ausgefüllt werden mussten. Es gab gleich 3 Sieger, bzw. Jugendwarte mit NULL Fehlern! Benjamin Grießl stellte fest, dass dies bedeutet, dass die Jugendfeuerwehren der Stadt Butzbach in sehr guten Händen sei, die Jugendwarte fit in Sachen Theorie und Praxis und dass er sich wünscht, dass dieser Trend anhält.

Besonders schlau waren:
Anja Spieß, FFW Münster
Andreas Arendt, FFW Butzbach Kernstadt und
Lukas Brandenburger, FFW Pohl Göns

Zunächst wurden dann die Staffeln genannt. Benjamin Grießl betonte ausdrücklich, dass es NUR Sieger gibt, denn alle haben ihr bestes gegeben und gezeigt, was sie können!

Die JFW Hoch Weisel belegte den 3. Platz in der Staffelwertung. Eine ebenfalls beachtliche Leistung, da der Hoch Weiseler Staffel noch vorgestern 1 Mann abgesprungen war und dieser Platz von einer Ersatzfrau aus der Kernstadt besetzt wurde.

Den 2. Platz sicherte sich die Jugendfeuerwehr aus Maibach.

Ein bisschen überraschend gewann die Jugendfeuerwehr aus der Kernstadt die Staffelwertung und darf sich fortan bis zur nächsten Stadtmeisterschaft „Staffel- Stadtmeister“ nennen.

Auch den Wanderpokal für die beste feuerwehrtechnische Übung nahmen die Kernstädter mit „nach Hause“.

Dies ist  der erste 1. Platz für die Kernstadt- Nachwuchswehr überhaupt!

Doch nicht nur durch eine super Leistung, sondern auch für durchweg Note 1 beim Gesamteindruck der Staffel an jeder der 4 Stationen konnte die Kernstadt punkten. Geschlossenes, sehr kameradschaftliches Auftreten, ordentliche Unform und vorschriftsmäßige Schutzausrüstung- alles hat gepasst.

Bei den Gruppen sah es nicht minder spannend aus. Bei insgesamt 6 Gruppen sah das Endergebnis wie folgt aus:

1. Pohl Göns 1
2. Bodenrod
3. Münster
4. Nieder Weisel
5. Pohl Göns II
6. Kirch Göns/ Bodenrod

Insgesamt war es wieder eine sehr spannende Stadtmeisterschaft, wo man deutlich sehen konnte, dass die Kids und Jugendlichen „Feuer und Flamme“ für ihr Hobby sind und dass die Sicherheit der aller Butzbacher Bürger auch in Zukunft gewährleistet ist!

Die Feuerwehr Butzbach, insbesondere Jugendwart Andreas Arendt, Betreuer Fabian Goedert und Andrea Bergens sind sehr stolz auf ihre Jugendfeuerwehr! Dass der Zusammenhalt und das Teamwork stimmt, hat sich heute nicht zum ersten Mal gezeigt und wird sicherlich in nächster Zukunft gefestigt werden.

Ganz besonders gefreut hat sich das Jugendwart/Betreuerteam über die Unterstützung unserer Fans. Daran wird klar, dass die Jugendfeuerwehr nicht nur aus der Wettkampfgruppe, sondern aus ALLEN Kindern/ Jugendlichen besteht.