Butzbacher Team beim Rottweiler „Towerrun“

1390 Stufen und 232 Höhenmeter bis zur Spitze des Thyssenkrupp Towers in Rottweil. 29 Stockwerke mit einem Höhenabstand von 10 Metern und nochmal 10 Etagen mit jeweils 3-5 Metern Höhenunterschied. Ein sportliches Programm, will man zu Fuß von unten nach ganz oben.

Doch zwei Kameraden aus der Kernstadtwehr, und einigen anderen Brandschützern aus der Republik und sogar aus der Schweiz, war das Herausforderung, Ansporn und Ziel, den Turm in kompletter Feuerwehrmontur inklusive angeschlossenem Atemschutzgerät hinauf zu steigen. Das taten sie auch, und zwar beim „Thyssenkrupp Towerrun“ in Rottweil.

Bedenkt man, dass die Ausrüstung des Feuerwehrangehörigen rund nochmal zusätzlich 30-50 % des Körpergewichts beträgt, kann man die Belastung erahnen. Und auch körperliche Fitness muss passen, um sicher und bestmöglich unter angelegtem Atemschutz arbeiten zu können.

Die beiden Kameraden aus der Kernstadt, ein Brüderpaar und bereits mehrfach „Wettkampf-erprobt“ (mehrfache Sieger bei „Fit fürs Feuer“), machten sich also auf nach Rottweil.

Zwei Mal hatten sie trainiert. „Die körperliche Fitness sollte als Atemschutzgeräteträger immer da sein“, so Stefan, einer der beiden, „deswegen war ein besonderes Training nicht notwendig“.

Rottweil, Wettkampftag. Hoch konzentriert schließt sich das Team aus Butzbach den Atemschutz an und es geht los. Dann geht es los: nicht zu schnell, nicht zu langsam. Sicheres Ankommen und oben noch Luft haben ist das Ziel. „Die Zeit spielt keine Rolle“. Dennoch machen die beiden ordentlich Tempo und kommen gut voran.

Immer wieder schauen die beiden auf den anderen, um sich zu vergewissern, dass „alles in Ordnung“ ist. So ist das im Team, auch im Realeinsatz, man passt gegenseitig auf sich auf.

Alles läuft super, die beiden kommen nach schnellen 19 Minuten und 54 Sekunden ganz oben an. Ausgepowert, schweißgebadet, aber erfolgreich und mit Recht stolz.

Der Weg nach oben hat den beiden alles abverlangt, der Körper verliert bis zu 2,5 Liter an Flüssigkeit, die umgehend wieder aufgefüllt werden musste. Und nicht zu vergessen, die eingeschränkte Atmung. Unter dem Atemschutzgerät atmet man nicht so, wie an der frischen Luft. Doch die beiden Butzbacher sind das gewöhnt, Panik kommt nicht auf, ruhig und konzentriert sein ist das Geheimnis.

Am Ende des Tages konnte das Butzbacher Team einen grandiosen 14. Platz in der Gesamtwertung für sich einnehmen, 110 Feuerwehrteams waren insgesamt gestartet.

Respekt vor dieser Leistung, die einmal mehr zeigt, was die Butzbacher ehrenamtlichen Feuerwehleute leisten. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch ist dieses Ehrenamt eine Herausforderung.

Das Engagement ist großartig und freut sich gerne über „Nachmacher“.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Hier können Sie die gesamten Ergebnisse lesen: Thyssenkrupp Towerrun Rottweil

Bilder: Foto-Team Meier