Blaulichtgottesdienst kam gut an

“Menschen an Grenzen begleiten“ ist ein Motto der Notfallseelsorge. In verschiedenen Gemeinden im Wetteraukreis veranstaltet die Notfallseelsorge Wetterau, die im Jahr 1998 gegründet wurde, jährlich im November Blaulichtgottesdienste, die sich an die Helferinnen und Helfer aus dem „Blaulichtmilieu“ richtet.

Die Notfallseelsorge Wetterau ist eine ökumenische, kirchliche Einrichtung, die von den evangelischen und katholischen Dekanaten im Wetteraukreis getragen wird. Die Einrichtung leistet jährlich rund 110 Einsätze.

Pfarrer Stefan Frey koordiniert die Einsatzpläne der ca. 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die alle hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger der beiden großen Kirchen sind und haben zudem eine lange Berufserfahrung, bevor sie ihren Dienst als Notfallseelsorger/in antreten.

Die Notfallseelsorge kooperiert mit den Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr. Sie wird auf Anforderung eines Einsatzleiters vor Ort von der zentralen Leitstelle in Friedberg alarmiert und bietet an, im Wetteraukreis „Menschen an Grenzen zu begleiten“. Dabei spielen religiöse Orientierung und Zugehörigkeit der Menschen, welche von einer akuten Krise betroffen sind, keine Rolle. Wo immer es möglich ist, werden Einsätze nach ihrem Abschluss an die bestehende religiöse Infrastruktur übergeben, indem beispielsweise der/die zuständige Ortspfarrer/in informiert wird.

Die psychische Not macht auch vor den Helferinnen und Helfer keinen Halt, weil auch sie durch ihren Einsatz zu Opfern werden können, hierbei bietet die Notfallseelsorge  „Erste Hilfe für die Seele“ an.

Zum  14. Mal hatte die Notfallseelsorge zum Blaulichtgottesdienst eingeladen. Zahlreiche ehren – und hauptamtliche Kräfte aus dem „Blaulichtmilieu“ machten von der Einladung Gebrauch  Außerhalb des hektischen Einsatzgeschehens begrüßten neben Gemeindereferent Gregor Rettinghaus auch Stefan Frey (evangelische Kirche Reichelsheim-Beienheim) Thomas Korfmann (katholische Kirche Nidderau – Heldenbergen) die Teilnehmer zu diesem Gottesdienst.

Neben den vielen Uniformierten nahmen auch Landrat  Jan Weckler und Kreisbrandinspektor Lars Henrich, Reinhold Merbs (Fachbereich Gesundheit und Gefahrenabwehr beim Wetteraukreis) sowie Butzbachs Bürgermeister Michael Merle teil. Musikalisch umrahmt hatten den Gottesdienst Lukas Adams (Orgel) und Julia Rettinghaus (Gesang).

In der ruhigen, entspannten Atmosphäre der Markuskirche stellte Pfarrer Stefan Frey in seiner Predigt die Frage „er habe keine Zeit!“. Die Zeit, so Stefan Frey, sei das größte Gut eines jeden Menschen.

Innerhalb dieses Blaulichtgottesdienstes wurde Birgit Skjedal von Gregor Rettinghaus zur Notfallseelsorgerin beauftragt. Die Fürbitte wurde abwechselnd von Vertretern, welche dem Blaulichtmilieu angehören, gesprochen. Erinnert wurde auch an den allzu früh verstorbenen Wehrführer Horst Hofmeister (Feuerwehr Büdingen).

Im Anschluss fand in der nahegelegenen Alten Turnhalle ein gemütliches Beisammensein statt, wo auch Landrat Jan Weckler, erstmals bei einem solchen Gottesdienst dabei, das Wort ergriff. Er dankte die vielen Helferinnen und Helfer für ihre geleistete Arbeit und stellte fest, dass sich dieser feste Termin zu einem „Familienfest“ entwickelt habe. Der Landrat dankte in seiner Ansprache der Feuerwehr Butzbach, die mit der Durchführung  dieses Blaulichtgottesdienstes betraut wurde.

Der nächste Blaulichtgottesdienst am 15.November 2019 in Ranstadt statt, dabei zeichnet sich  die Polizei im Wetteraukreis mit der Durchführung verantwortlich.